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Jugendgruppe ist eine zweite Familie
Von tjana Schimko

Es ist so wichtig, geistig verwandte Freunde zu finden, deren Anschauungen und Lebensweise deinen entsprechen. Jeder, insbesondere Jugendliche, brauchen einen gemütlichen Umgangskreis, wo man Antworten auf entstehende Fragen bekommen, etwas Neues erfahren und freie Zeit interessant und fröhlich verbringen kann! Für viele Jungen und Mädchen ist die Jugendgruppe der Sonntagsschule zu Ehren der heiligen Sophia mit ihren Töchtern Fides, Spes und Caritas bei dem hl. Elisabeth-Kloster zu solcher gemütlichen Welt geworden.

Nach der Liturgie kommen die Jugendlichen zusammen speisen. Man begrüßt sich ungezwungen, man erzählt Neuigkeiten und scherzt. Jeder Gruppenmitglied folgt dem Ruf seiner Seele. Deshalb herrscht hier eine besondere, angenehme Atmosphäre. Nach der Speise und Entspannung kommt es zu einer ernsteren Stimmung. Es gibt eine gute Tradition — einen Akathistos an die heilige Sophia und ihre Töchter Fides, Spes und Caritas vorzulesen. Längst ist ein solches gemeinsame Gebet zum seelischen Bedürfnis geworden. Als logische Fortsetzung des Gebets kommen das Vorlesen und Diskutieren über die geistige Literatur. Das ist interessant und erbaulich, deshalb vergeht die Zeit wie im Fluge.

— Heute werden wir das Evangelium zusammen mit dem Priester erörtern — sagt der Leiter der Gruppe Nikolaj Kobilinskij. Normalerweise kommt Priester Rodion Alchowik zum Unterricht. Er ist einer der Gründer der Jugendgruppe. Nachher ging er zum Geistigen Seminar und später — in die Geistige Akademie. Nach der Absolvierung der Akademie kam er zu uns in einer neuen Rolle — als Geistlicher.

Den jungen Menschen gefällt es, dass sie zuhören, urteilen, diskutieren, ihre Gedanken ausdrücken sowie sie bewegenden Fragen stellen können. Solcher lebhafte und direkte Umgang ist interessant nicht nur für die Neulinge, die erst vor kurzem Gott begegnet sind, sondern auch diejenigen, die in der Gruppe lange sind. Oft wird das Gespräch beim Teetrinken fortgesetzt. Danach begeben sich einige in das Internat für Kinder mit den psychischen Besonderheiten, unweit von dem Kloster. Die Jungen und Mädchen gehen dorthin, weil sie etwas Gutes tun, den Bedürftigen helfen wollen, um dadurch Gott zu rühmen. Die Internatskinder freuen sich über die Aufrichtigkeit und Aufmerksamkeit seitens der Gruppenmitglieder. Man braucht Zeit und Geduld, um an ihre Herzen heranzukommen. Aber die echte christliche Nächstenliebe hilft alle Hindernisse überwinden. Gern arbeiten die Jugendlichen auch mit den Schülern der Sonntagsschule.

Regelmäßig gibt es verschiedene Veranstaltungen an den Wochentagen. Unter den beliebtesten sind solche Veranstaltungen wie „Weihnachtsabend“, „Osternpicknick“ sowie Feiertag zu Ehren der hl. Sophia und ihrer Töchter Fides, Spes und Caritas. Viel Freude und schöne Eindrücke bringen die touristischen sowie Pilgerreisen. Das Paddeln gibt neue Kräfte und ladet mit frohem Mut.

Die Menschen verschiedenen Alters kommen in die Jugendgruppe — von 20 bis 35. Langsam schließen sich Teenagers uns an. Es ist ihnen bei uns auch interessant. Einige Gruppenmitglieder sind über vierzig. Sie bleiben aber der Jugendgruppe treu, denn sie bleibt ein wichtiger Teil ihres Lebens.

— Es ist schwer, mir mein Leben ohne „Mologjoshka“ (Jugendgruppe) vorzustellen, — sagt Nikolaj. Ich bin vor zehn Jahren als Student hergekommen. Es gefiel mir, dass es hier möglich war, mit den orthodoxen Altersgenossen umzugehen, über Glaubensfragen zu diskutieren, richtiger und harmonischer die Sonntage zu verbringen, den Tag der geistigen Entwicklung und Gott völlig zu widmen. Einige haben dringliche Angelegenheiten und Pflichten, das schon. Aber wenn es nicht der Fall ist, fällt es vielen schwer, selbstständig den Sonntag — einen für die Orthodoxen besonderen Tag nützlich zu organisieren. Desshalb ist es gut, in der Kirche mit den Gleichgesinnten in der außerdienstlichen Zeit bleiben zu können. Die Jugendgruppe ist für mich eine zweite Familie geworden. Wir verbringen viel Zeit zusammen und kennen uns gut.

Die wichtigen Ereignisse im Leben des Einzelnen werden nicht außer Acht gelassen. Geburtstage, Namenstage, Hochzeiten, Einzugsfeier, Geburt von den Kindern, Taufe werden gemeinsam fröhlich gefeiert. In schwierigen Minuten kommen die Gruppenmitglieder auch mit Tat und Gebet zur Hilfe.

Die Jugendgruppe bietet Bekanntschaften, für einige — nicht nur freundschaftliche Bekanntschaften. Hier kann man seiner zweiten Hälfte begegnen, Liebe und Familie finden. Es gibt schon einige solche Ehepaare. Darunter — Nikolaj Kobilinskij und seine Ehefrau Jekaterina. Das Mädchen ist einer Einladung zu der Jugendgruppe an der Wand der Kirche gefolgt. Sie begann regelmäßig in die Jugendgruppe zu kommen und schloß viele Bekanntschaften. Es kam zu guten freundschaftlichen Beziehungen mit Nikolaj, die allmählich zur gegenseitigen Sympathie wurden. Nach Gottes Vorsehung wurde ihre orthodoxe Familie gebaut. Jetzt erwartet das Ehepaar ihr zweites Kind.

— Ich danke der Jugendgruppe für meine Begegnung mit Katja, — erzählt Nikolaj. — Als ich früher, vor meiner Heirat, die Zukunftspläne machte und meine Familie gründen wollte, träumte ich von einer orthodoxen Ehefrau. Es ist ja wichtig, dass die Eheleute sich gut verstehen, dass sie ähnliche Anschauungen, Interessen und Lebensweise haben. Deshalb ist es besser, dass die Jungs ihre Bräute im orthodoxen Milieu suchen. Ich denke, es ist hervorragend, dass unsere Jugendgruppe eine Chance für Bekanntschaften gibt, dass sie es ermöglicht, Freunde und sogar die zweite Hälfte zu finden. Wir freuen uns aufrichtig auf jeden neuen Menschen, der zu uns kommt!

29.06.2015

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